Black Friday: Vorsicht vor falschen Rabatten und teuren Rücksendungen

Pressemitteilung vom
Die Verbraucherzentrale Bayern gibt Tipps für sparsames und nachhaltiges Einkaufen
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Auch 2025 läutet der Black Friday wieder die heiße Phase des Weihnachtsgeschäfts ein. Händler im Netz und vor Ort locken mit zahlreichen Sonderangeboten – doch nicht jedes vermeintliche Schnäppchen hält, was es verspricht. Viele Rabatte entpuppen sich als Mogelpackung und so manche Bestellung verursacht hohe Rücksendekosten oder unnötige Umweltbelastungen. 

Preiskracher sind oft Mogelpackungen

Rabattangebote beziehen sich häufig auf die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) des Herstellers, die im Alltag selten verlangt wird. „Auf den ersten Blick verlockende Rabatte sind deshalb oft irreführend. Verbraucher sollten prüfen, ob der Preis wirklich ein Schnäppchen ist“, sagt Tatjana Halm, Juristin bei der Verbraucherzentrale Bayern. Um wirklich günstige Angebote zu erkennen, sollten Verbraucher Preise über einen längeren Zeitraum beobachten. 

Lange Lieferwege und teure Rücksendungen vermeiden

Immer mehr Angebote stammen von Händlern außerhalb Europas, häufig aus Asien. Die Transportwege belasten nicht nur das Klima − auch Rücksendungen können teuer werden. Dass der Händler außerhalb Europas sitzt und sie die Versandkosten selbst tragen müssen, bemerken viele Verbraucher jedoch erst, wenn sie das Produkt zurückschicken wollen. „Man sollte vor dem Kauf genau prüfen, wo der Händler seinen Firmensitz hat und welche Rücksendekosten anfallen“, rät daher Tatjana Halm. 

Nachhaltige Alternativen: leihen, gebraucht kaufen oder teilen

Rabattaktionen verleiten häufig zu Spontankäufen, etwa bei Geräten, die nur selten genutzt werden. Die Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt daher, Alternativen zu prüfen: Geräte über Sharing-Plattformen buchen, von Nachbarn ausleihen, gebraucht kaufen oder Werkzeuge gemeinsam − etwa in der Familie − anschaffen und teilen. Das spart Geld, verhindert unnötigen Konsum und schont die Umwelt. Tipps zu Alternativen gibt es unter verbraucherzentrale-bayern.de.

Das sollten Verbraucher vor dem Kauf prüfen:

  • Spontankäufe vermeiden: Brauche ich das Produkt wirklich?
     
  • Alternativen erwägen: Leihen oder gebraucht statt neu kaufen?
     
  • Preise vergleichen: Langfristige Beobachtung − etwa über Preisvergleichsseiten  im Internet − hilft, echte Schnäppchen zu erkennen
     
  • Impressum prüfen: Sitzt der Händler wirklich in der EU?
     
  • Rücksendebedingungen prüfen: Wer trägt die Kosten im Widerrufsfall? Wohin geht die Rücksendung?
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