Mit den ersten warmen Tagen beginnt in Bayern die Gartensaison. Die Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt Hobbygärtnern, möglichst auf Plastik im Garten zu verzichten. Durch Kunststofffolien, Plastiktöpfe oder beschichtete Dünger entsteht Mikroplastik, das langfristig im Boden bleibt. Das schadet Böden, Insekten, dem Klima und sogar den Menschen selbst.
„Was im Garten zunächst praktisch erscheint, wird schnell zum Umweltproblem“, sagt Sigrid Goldbrunner, Referatsleiterin Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit bei der Verbraucherzentrale Bayern. „Plastik zerfällt mit der Zeit in immer kleinere Partikel und gelangt in den Boden. Dort wird es von Organismen aufgenommen und kann so in die Nahrungskette gelangen.“
Besonders kritisch sind Einwegprodukte wie dünne Pflanzschalen, Saatbänder oder Folien. Sie landen häufig nach einer Saison im Restmüll oder verbleiben im schlimmsten Fall im Garten. Auch kunststoffummantelte Langzeitdünger und synthetische Dekoartikel tragen dazu bei, dass sich Mikroplastik im Boden anreichert. Neben den direkten Auswirkungen auf die Umwelt weist Goldbrunner auf einen weiteren Aspekt hin: Plastik wird aus fossilen Rohstoffen hergestellt und verursacht bei Produktion und Entsorgung Treibhausgase.
Die Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt statt Plastik wiederverwendbare oder kompostierbare Alternativen. Dazu zählen Tontöpfe oder recycelbare Kunststoffgefäße, ebenso wie natürliche Mulchmaterialien wie etwa Rasenschnitt, Laub oder Schafswolle. Auch bei Düngern sollten Gartenbesitzer auf organische Produkte ohne Kunststoffhülle achten. Wer zudem torffreie Erde verwendet, schützt zusätzlich Moore und damit das Klima.