Wie funktioniert eine Wärmepumpe?
Das Grundprinzip ist einfach: Die Wärmepumpe fördert, bildlich gesprochen, Wärme aus der Außenluft, dem Grundwasser oder dem Erdreich ins Haus hinein. Ein Kältemittel in einem Rohrsystem ist dabei das Transportmittel. Dieses wird im Kreislauf verdichtet. Wenn Wärme abgegeben wurde, wird das Mittel wieder entspannt. Für den Verdichtungsprozess braucht die Wärmepumpe Strom, aber deutlich weniger, als sie an Wärme erzeugt. Mit einer Einheit Strom können effiziente Wärmepumpen drei bis fünf Einheiten Wärme erzeugen.
Jeder Kühlschrank arbeitet mit einer Wärmepumpe. Während die Wärmepumpe im Kühlschrank den Innenraum kühlt, indem sie Wärme nach außen abgibt, macht die Heizungs-Wärmepumpe also das Gegenteil: Sie holt Wärme von außen ins Haus.
Welche Arten von Wärmepumpen gibt es?
Die Haupttypen unterscheiden sich durch ihre Wärmequelle. Die bekanntesten Arten von Wärmepumpenheizungen sind:
- Luftwärmepumpe, auch Luft-Wasser-Wärmepumpe genannt. Sie nutzt die Außenluft.
- Grundwasserwärmepumpe, auch Wasser-Wasser-Wärmepumpe genannt. Sie zapft das Grundwasser an.
- Erdwärmepumpe, auch Solewärmepumpe oder Sole-Wasser-Wärmepumpe genannt. Sie erschließt das Erdreich über Sonden oder Kollektoren.
- Luft-Luft-Wärmepumpe. Sie arbeitet ohne Wasserkreislauf und erwärmt die Raumluft direkt.
Ausführliche Informationen zu den verschiedenen Arten von Wärmepumpen bekommen Sie im verlinkten Artikel.
Wie klimafreundlich und effizient ist eine Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe kann sehr klimafreundlich sein, aber das ist nicht automatisch der Fall. Entscheidend ist, wie effizient die Anlage arbeitet, also wie viel Wärme sie pro eingesetzter Kilowattstunde Strom erzeugt, und wie der genutzte Strom produziert wird.
Das wichtigste Maß ist die Jahresarbeitszahl (JAZ). Sie gibt an, wie viele Einheiten Wärme die Heizung im Jahresschnitt mit einer eingesetzten Einheit Strom gewinnt. Eine JAZ von 4 bedeutet: Aus 1 kWh Strom werden 4 kWh Wärme. Ab einer JAZ von mindestens 3 gilt eine Wärmepumpe als effizient. Moderne Grundwasserwärmepumpen erreichen oft Werte von 5 und mehr, Luftwärmepumpen zwischen 3 und 4.
Auch das verwendete Kältemittel spielt eine wichtige Rolle. Manche dieser Stoffe haben ein enormes Erderwärmungspotenzial (GWP), was sie entfalten, falls sie durch Leckagen aus dem System austreten. Kältemittel mit niedrigem GWP-Wert sind häufig natürliche Substanzen wie Propan.
Mehr dazu, wie umweltfreundlich eine Wärmepumpe ist, lesen Sie im verlinkten Artikel.
