Was ist Waldhonig?
Bienen stellen Waldhonig anders her als Blütenhonig. Statt Blütennektar sammeln sie Honigtau. Was das ist und wie er entsteht, erfahren Sie hier.

Bienen stellen Waldhonig anders her als Blütenhonig. Statt Blütennektar sammeln sie Honigtau − die zuckerhaltigen Ausscheidungen von pflanzensaftsaugenden Insekten. Dazu gehören etwa Blattläuse. Bienen verarbeiten diesen Honigtau zu Waldhonig. Er wird daher auch Honigtauhonig genannt. Typische Bäume für Waldhonig sind Fichten, Tannen, Kiefern oder Eichen. Allerdings gibt es Waldhonig nicht jedes Jahr. “Starke Hitze, Trockenheit oder lange Regenperioden können die Zahl der Blattläuse und anderer Honigtau-Produzenten stark verringern”, sagt Sabine Hülsmann, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern. Frisch ausgeschiedener Honigtau ist zunächst fast wasserklar. Erst während der Reifung in den Waben entwickelt sich die typische rot- bis grünlichbraune Farbe des Waldhonigs und das würzig-malzige Aroma.
Nicht zu heiß verwenden
Waldhonig bleibt meist lange flüssig. Er eignet sich gut zum Süßen von Desserts, Joghurt und Müsli sowie für Marinaden und Salatsoßen. Die gesundheitsförderlichen Antioxidantien und Enzyme im Honig sind hitzeempfindlich. In heißem Tee über 40 Grad Celsius und beim Backen werden sie zerstört. Wie anderer Honig besteht auch Waldhonig zum Großteil aus Zucker und sollte daher nur in Maßen genossen werden.
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