Wie unterscheiden sich Kefir und Wasserkefir?

Stand: 30. Juli 2026

Kefir ist nicht gleich Kefir. Lesen Sie, wie sich herkömmlicher Kefir aus Milch von Wasserkefir unterscheidet und was im Hinblick auf Alkohol, Zucker und Verträglichkeit zu beachten ist.

Kefir ist ein leicht säuerliches, fermentiertes Milchprodukt. Wegen seines frischen Geschmacks und seiner wertvollen Inhaltsstoffe ist es sehr beliebt. Das Getränk wird aus Milch mit Hilfe von Kefirknollen hergestellt. „Diese bestehen aus probiotischen Milch- und Essigsäurebakterien und speziellen Hefen“, sagt Anja Schwengel-Exner, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern. Die Mikroorganismen fermentieren die Milch zu fertigem Kefir. Dieser liefert neben Eiweiß auch B-Vitamine, Folsäure, Kalzium und weitere Mineralstoffe. Wasserkefir hingegen entsteht aus gesüßtem Wasser, Wasserkefirkristallen und getrockneten oder frischen Früchten. Auch hier übernehmen Mikroorganismen die Fermentation. Der fertige Wasserkefir schmeckt süß-säuerlich und erinnert an Kombucha. Auch er enthält B-Vitamine, Mineralstoffe sowie probiotische Bakterien und Hefen.  

Unterschiede im Alkohol- und Milchzuckergehalt

Kefir und Wasserkefir können geringe Mengen Alkohol enthalten, meist zwischen 0,1 bis 2 Volumenprozent. Wer auf Alkohol verzichten möchte, greift zu länger gelagertem Wasserkefir oder “Kefir mild”. Dieser enthält keinen Alkohol, da er aus speziellen Bakterienstämmen ohne alkoholbildende Hefen hergestellt wird. Dafür enthält „Kefir mild“ mehr Milchzucker als klassischer Kefir. In diesem ist der Milchzuckergehalt durch die Fermentation so niedrig, dass er auch für laktoseempfindliche Personen meist gut verträglich ist. 

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