Was ist Bergkäse?

Stand: 25. Juni 2026

Mit Bergkäse verbinden viele Verbraucherinnen und Verbraucher glückliche Kühe, Berglandschaften und Almwiesenkräuter. Aber muss Bergkäse immer aus den Bergen stammen?

Mit Bergkäse verbinden viele Verbraucherinnen und Verbraucher glückliche Kühe, Berglandschaften und Almwiesenkräuter. Dabei muss dieser Käse nicht aus den Bergen stammen. Die deutsche Käseverordnung legt lediglich fest, welche Eigenschaften er haben muss. Bergkäse reift mindestens drei Monate. Er hat eine mattgelbe Farbe und nur wenige, höchstens erbsengroße Löcher. Außerdem enthält er mindestens 45 Prozent Fett in der Trockenmasse und schmeckt pikant und kräftig. Wer Wert auf die Herkunft aus den Bergen legt, sollte auf das EU-Siegel „geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)“ achten. „Dieses Siegel garantiert, dass der Käse ausschließlich in der genannten Region und aus dort erzeugter Milch hergestellt wird“, sagt Katharina Holthausen, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern. Das g. U.-Siegel tragen etwa Allgäuer Bergkäse und Allgäuer Sennalpkäse. Auch einige österreichische Sorten wie Tiroler Alm- und Bergkäse sowie Vorarlberger Alpkäse tragen dieses Siegel.  

Calciumreich und laktosearm

Bergkäse liefert besonders viel Calcium. Das liegt an seiner langen Reifezeit und dem dadurch hohen Anteil an Trockenmasse. Gleichzeitig ist er – wie viele andere Hartkäsesorten – oft auch für Menschen mit Laktoseintoleranz gut verträglich. Während der Reifung baut sich die Laktose fast vollständig ab. Zum Überbacken eignet sich vor allem jüngerer Bergkäse, da er besonders gut schmilzt. 

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