Das neue Altersvorsorgedepot: Vorträge der Verbraucherzentrale Bayern geben Orientierung
Was sich ändert und worauf Sparer achten sollten
Am 1. Januar 2027 startet das geförderte Altersvorsorgedepot und löst die Riester-Rente ab. Zu hohe Kosten, die Förderung zu kompliziert – diese Attribute haften der Riester-Rente an. Auch dass die Leistung im Alter nur als eine Leibrente aus einem Versicherungsvertrag erfolgen darf, ließ die Akzeptanz schwinden.
Staatliche Förderung und höhere Ertragschancen
„Für das ab 2027 beschlossene Altersvorsorgedepot sehen wir eine große Chance, dass man in eine vom Staat geförderte Altersvorsorge auch renditestark investieren kann“, sagt Merten Larisch von der Verbraucherzentrale Bayern. „Die Zuschüsse sind zum Teil sogar höher als bei Riester. In der Ansparphase können kostengünstige Index-ETFs genutzt werden. Ab Rentenbeginn kann man sich für einen vererbbaren Auszahlplan entscheiden.“ Zudem profitieren nun auch Selbständige und in Berufsständischen Versorgungswerken Versicherte von der staatlichen Förderung.
Die neue Produktwelt wird deshalb nicht transparenter. Es sind weiterhin nachteilige Sparformen mit hohen Kosten zugelassen. Geplant ist ein kostengünstiges Standardangebot des Staates.
Welches der neuen Produkte für einen am besten passt, darüber sollte jeder im nächsten Jahr entscheiden. Niemand sollte sich bereits jetzt zu einer Vorentscheidung drängen lassen. Im Laufe des nächsten Jahres werden der Großteil der Anbieter und der Staat ihre Produkte auf den Markt gebracht haben. Erst dann werden aussagekräftige Preis-Leistungsvergleiche möglich sein.
Antworten auf die wichtigsten Fragen
Die Verbraucherzentralen bieten Vorträge an, um die wichtigsten Fragen zu erläutern: Lohnt sich ein Einstieg? Ist es eine Option, aus einem bestehenden Riester-Vertrag in ein Produkt der neuen Förderung zu wechseln oder sollte ich den Riester-Vertrag fortführen? Auf welche Vertragsregelungen und Kosten muss ich bei der Auswahl eines Altersvorsorgedepots besonders achten?
Neben Online-Vorträgen finden am nächsten Montag, den 12. Oktober, in der Beratungsstelle München um 17.30 und 19.30 Uhr jeweils einstündige Veranstaltungen dazu statt. Weitere Veranstaltungen gibt es am 16. Oktober in Nürnberg und am 12. November in Würzburg.
Nähere Informationen und Anmeldung unter verbraucherzentrale.bayern/veranstaltungen.
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