Vorräte richtig lagern – gut vorbereitet für alle Fälle

Pressemitteilung vom 30. Oktober 2026

Stromausfall, Unwetter oder Versorgungsengpass: Wie ein sinnvoller Vorrat durch herausfordernde Zeiten hilft 

Ob unangekündigter Besuch, keine Zeit zum Einkaufen oder eine Ausnahmesituation wie Stromausfall oder Unwetter: Ein ausreichender Vorrat an Lebensmitteln und Getränken kann helfen, auf solche Szenarien reagieren zu können. Entscheidend dabei sind eine bedarfsgerechte Auswahl, die richtige Lagerung und ein regelmäßiger Verbrauch.

Am besten landen Lebensmittel im Vorratsschrank, die im Alltag gerne gegessen werden und sich gut lagern lassen – etwa Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst in haltbarer Form (beispielsweise als Konserven oder getrocknet) sowie Nüsse und andere länger haltbare Lebensmittel. Auch individuelle Bedürfnisse wie Allergien oder besondere Ernährungsformen sollten berücksichtigt werden.

Richtig lagern, länger genießen

Ob ein Lebensmittel lange haltbar bleibt, hängt auch davon ab, wie es gelagert wird. Temperatur, Feuchtigkeit und Licht spielen dabei eine wichtige Rolle. Je nach Produkt eignen sich Kühlschrank, Gefrierschrank, Vorratskammer bzw. -schrank oder ein trockener, dunkler Keller.  

Bei trockenen Vorräten wie Reis, Nudeln, Linsen oder Müsli kommt es vor allem auf einen guten Schutz vor Feuchtigkeit und Schädlingen an. Dicht schließende Behälter wie Gläser oder Dosen halten Vorratsschädlinge fern.  

Auch die Form eines Lebensmittels beeinflusst seine Haltbarkeit: Lebensmittel am Stück haben in der Regel weniger Angriffsfläche für Mikroorganismen als geschnittene oder zerkleinerte Produkte.

Vorräte regelmäßig kontrollieren

Damit Lebensmittel nicht unbemerkt zu alt werden, empfiehlt sich ein einfaches Prinzip: Neu eingekaufte Produkte kommen nach hinten, ältere Produkte nach vorne. So werden die älteren Vorräte zuerst verbraucht.

Auch das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist kein automatisches Wegwerfdatum. Bei vielen ungeöffneten Lebensmitteln kann anhand von Aussehen, Geruch und gegebenenfalls Geschmack geprüft werden, ob sie noch genießbar sind. Anders verhält es sich mit dem Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis“): Diese Lebensmittel sollten nach Ablauf des Datums nicht mehr verzehrt werden.  Beide Daten beziehen sich jeweils auf das ungeöffnete Produkt.  

Konserven gehören zu den besonders lang haltbaren Vorräten. Unbeschädigte und ungeöffnete Dosen können häufig noch Jahre über das MHD hinaus genießbar sein. Aufgeblähte, stark beschädigte oder anderweitig auffällige Konserven gehören dagegen entsorgt.

Vorrat als Teil der Notfallvorsorge

Für die Notfallvorsorge empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), sich möglichst zehn Tage selbst versorgen zu können. Wer bislang keinen Vorrat hat, muss jedoch nicht alles auf einmal anschaffen: Auch ein kleiner Vorrat ist besser als keiner und kann schrittweise aufgebaut werden.   
 
Als Orientierung nennt das BBK beispielsweise folgende Mengen pro Person für zehn Tage, sowohl frisch als auch in Form von haltbaren Konserven oder getrocknet:  

  • 20 Liter Mineralwasser
  • 3,3 Kilo Brot, Getreide, Kartoffeln
  • 4,0 Kilo Gemüse und Pilze
  • 2,5 Kilo Obst und Nüsse
  • 2,5 Kilo Milch- und Milchprodukte
  • 1,2 Kilo Eier, Fleisch und Fisch

Was tun bei einem Stromausfall?

Auch für den Fall eines Stromausfalls lohnt sich Vorbereitung. Kühl- und Gefriergeräte funktionieren dann nicht mehr wie gewohnt. Lebensmittel aus dem Kühlschrank sollten deshalb möglichst zügig verbraucht werden.  

Für die Zubereitung von Mahlzeiten ohne Strom kann es außerdem sinnvoll sein, eine geeignete Möglichkeit zum Kochen bereitzuhalten, zum Beispiel einen Campingkocher. Dabei sollten die jeweiligen Sicherheitshinweise unbedingt beachtet werden. 

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