Was ist Carob?

Stand: 15. Oktober 2026

Carobpulver sieht aus wie Kakao und schmeckt ähnlich. In Supermärkten, Bioläden und im Onlinehandel findet man inzwischen immer mehr Produkte aus Carob. Doch wo kommt das süßliche Pulver her, welche Nährstoffe liefert es und wie lässt es sich in der Küche verwenden?

In Supermärkten, Bioläden und im Onlinehandel gibt es immer mehr Produkte aus Carob. Dazu gehören Getränkepulver, Brotaufstriche oder Müsliriegel. Als Carob bezeichnet man das süßliche Fruchtfleisch der Schoten des Johannisbrotbaums. Nach der Ernte wird es gesäubert, getrocknet, geröstet und vermahlen. Beim Rösten entstehen karamellartige, leicht herbe Aromen, weshalb der Geschmack von Carob an Kakao erinnert. Weil Carobpulver fruchteigenen Zucker enthält, benötigt man bei der Zubereitung deutlich weniger Zucker als bei Kakao. Carob ist nährstoffreich und liefert Vitamine, Mineralstoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe. „Hinzu kommen reichlich Ballaststoffe und kaum Fett”, sagt Anja Schwengel-Exner, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern. „Zudem ist Carob eine Alternative zu Kakao, wenn man auf anregende Substanzen verzichten möchte.“ Im Gegensatz zu Kakao enthält Johannisbrotpulver von Natur aus kein Koffein und Theobromin.

Vielseitige und nachhaltige Kakaoalternative

Carobpulver kann man wie Kakao etwa für Kuchen, Torten und anderes Gebäck verwenden. Es passt in Desserts ebenso wie in Müsli. Wer es mit Milch oder Pflanzendrinks mischt, erhält ein nahrhaftes, kakaoähnliches Getränk. Auch aus ökologischer Sicht ist Carob eine sinnvolle Alternative zu Kakao: Johannisbrotbäume wachsen, anders als Kakaopflanzen, auch rund um das Mittelmeer, sind robuster und benötigen weniger Wasser und Pflanzenschutzmittel.

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