Sind Eicheln und Bucheckern essbar?
Frisch geerntete Eicheln und Bucheckern enthalten Stoffe, die Magen-Darm-Beschwerden auslösen können. Durch Wasser und Hitze werden die Waldfrüchte genießbar. Wir verraten, wie Sie sie als knackiges Salat-Topping verwenden oder daraus glutenfreies Brot backen können.

Im Herbst finden Spaziergänger in Parks und Wäldern reife Eicheln und Bucheckern. Früher aßen Menschen sie in Notzeiten und nutzten sie als Kaffeeersatz. Heute werden sie für eine kreative Küche wiederentdeckt. Direkt vom Baum sind die Waldfrüchte jedoch ungenießbar. „Rohe Eicheln und Bucheckern enthalten Stoffe, die zu Magen-Darm-Beschwerden führen können“, sagt Sabine Hülsmann, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern. Bei Eicheln ist dafür vor allem der Gerbstoff Tannin verantwortlich. Wer Eicheln mehrere Tage in Wasser einweicht, löst den Stoff heraus. Bucheckern enthalten den schwach giftigen Stoff Fagin. Dieser ist hitzeempfindlich. Bucheckern in der Pfanne zu rösten oder mit heißem Wasser zu übergießen, reicht aus, um das Fagin zu zerstören.
Knuspriges Topping und glutenfreies Mehl
Eicheln und Bucheckern sind nährstoffreich, aromatisch und lassen sich vielfältig in der Küche verwenden. Beim Rösten entwickeln sie einen intensiven, nussigen Geschmack. Sie schmecken als knackiges Topping auf Salaten, Suppen oder Müslis. Wer sie zu Mehl verarbeitet, kann daraus etwa Brot oder Kekse backen. Beide Waldfrüchte sind glutenfrei. Mit Eichel- oder Bucheckernmehl kann man beim Backen einen Teil des herkömmlichen Mehls ersetzen. Wer vollständig glutenfrei backen möchte, benötigt für die Bindung – wie bei anderen glutenfreien Mehlen auch – weitere Zutaten, etwa Flohsamenschalen, Leinsamen oder Eier.
Fragen zu Lebensmitteln und Ernährung?
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